Meine Geschichte

✦ Meine Geschichte – erzählt aus dem Herzen

Ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen.

Ein Ort, an dem früh morgens gearbeitet wurde

und abends müde geschlafen.

Ein Ort voller Pflicht, Verantwortung und Durchhalten.

Meine Familie hat viel gearbeitet.

Sehr viel.

Und ich weiß heute: Sie haben ihr Bestes gegeben.

Als Kind habe ich gelernt, stark zu sein.

Mitanzupacken.

Nicht zu viel zu brauchen.

Aber während um mich herum gearbeitet wurde,

bin ich oft still nach draußen gegangen.

Zur Natur.

Zu den Tieren.

In die Weite.

Dort habe ich etwas gespürt, das mich gehalten hat.

Etwas Ruhiges. Verlässliches.

Bis heute nenne ich es Mutter Natur.

✦ Ein inneres Ziehen nach mehr

Dank meiner Mama wechselten wir die Schule.

Ein neuer Anfang.

Ein kleines Fenster in eine größere Welt.

Ich entwickelte mich.

Wurde neugierig.

Fragte mich immer öfter:

Was ist da noch?

Nach der Schule kam die große Leere.

Diese Frage, die viele kennen:

Was mache ich jetzt mit meinem Leben?

Ich war kreativ. Schon immer.

Ich habe gemalt, entworfen, beobachtet, gefühlt.

Also wählte ich Architektur.

Nicht, weil ich Häuser bauen wollte –

sondern weil mich Raum faszinierte.

Struktur. Ausdruck. Form.

Ich bereitete mich intensiv vor

und schaffte es nach nur sechs Monaten

in die größte Universität Paraguays: UNA Asunción.

Ich war stolz.

Und voller Hoffnung.

Dann kam der Streik.

Stillstand. Chaos. Ungewissheit.

Und das Leben stellte mir eine neue Frage.

✦ Ein Sprung ins Unbekannte

Ich zog nach Deutschland.

Schwanger.

Mit meinem Mann.

Alles neu.

Ich wollte immer Mutter sein.

Und gleichzeitig hatte ich Angst.

Unser Sohn wurde geboren.

Die ersten Jahre waren voller Nähe, Liebe, Magie.

Ich war ganz da.

Und irgendwann kam sie wieder, diese leise Stimme:

Und du?

✦ Der Körper als Wegweiser

Ich liebe es, mit Menschen zu arbeiten.

Zu begleiten.

Zu verstehen.

Also wurde ich Physiotherapeutin.

Drei intensive Jahre.

Lernen. Üben. Durchhalten.

Staatliche Prüfung. Bestanden.

Ich arbeitete mit vielen Menschen.

Und sah immer wieder dasselbe:

Der Körper spricht.

Aber niemand hört zu.

Schmerzen kamen zurück.

Symptome wechselten.

Erschöpfung blieb.

Ich begann zu verstehen:

Das hier geht tiefer.

✦ Erwachen

Mit meiner zweiten Schwangerschaft veränderte sich etwas in mir.

Ich wurde wacher.

Ehrlicher.

Ich schaute mein Leben an

und spürte ganz klar:

So kann ich nicht weitermachen.

Ich begann zu suchen.

Zu lesen.

Zu hören.

Zu fühlen.

Nicht nach schnellen Lösungen –

sondern nach Wahrheit.

✦ Rückkehr zu mir

In diesem Prozess kehrte etwas zurück,

das nie weg war:

die Kunst.

Farben. Formen. Energie. Ausdruck.

Aus dieser Tiefe entstanden zwei Wege:

UniqCreativ

Kunst & Kleidung als Erinnerung.

Nicht Mode.

Sondern Energie auf Stoff.

Für Frauen, die fühlen statt funktionieren.

Und

Move & Bloom

körperbasierte Begleitung.

Bewegung als Sprache.

Wahrnehmung. Ausdruck. Integration.

Nicht, um zu reparieren.

Sondern um sich zu erinnern.

✦ Heute

Heute verbinde ich alles, was ich bin:

• meine Erfahrung als Physiotherapeutin

• meine tiefe Selbsterfahrung

• meine Kreativität

• mein Frau-Sein

• mein Mutter-Sein

Ich habe gesehen, was möglich ist.

Bei Patientinnen.

In meiner Familie.

In mir selbst.

Ich arbeite nicht mit Druck.

Ich arbeite mit Sicherheit.

Ich glaube daran:

Der Körper kennt den Weg.

Und jede Frau darf ihn in ihrem Tempo gehen.

Der körper kennt den Weg.